Archäologen stoßen bei ihren Grabungen immer wieder auf Keramik-Trommeln mit einer charakteristischen Blumenvasenform. Obwohl man davon ausgeht, daß diese Art von Musikinstrumenten bereits sehr alt ist, kann man bei internationalen Musikfesten – vor allem aber bei Musikgruppen aus Griechenland und der Türkei – auch heute noch Musiker beobachten, die unter ihrem linken Arm eine Trommel halten, die diese Form einer Blumenvase aufweist. Die Trommel wird mit der Hand oder den Fingern geschlagen. Ebenso alt in ihrer Herkunft dürften Flöten sein. Man denke nur an Darstellungen des Gottes Pan mit seiner Flöte auf den Keramikartikeln des antiken Griechenlands. Auf Stichen um das Jahr 1300 sind Trommeln zu sehen, die zwar mit Schlägel, aber nur von einer Hand gespielt werden. Die Spieltechnik mit zwei Stöcken beginnt etwa um 1500. Interessant ist, daß von dieser Zeit an die Trommeln gemeinsam mit einem anderen Instrument erscheinen: Es geht immer um ‘Trommeln und Pfeifen’ als militärische Instrumenten-Gruppe (wobei mit ‘Pfeifen’ kleine Querflöten gemeint sind). Diese Kombination hat sich bis heute erhalten. Im Laufe der Jahre sind jedoch weitere Schlaginstrumente (wie die große Pauke, die Landwehrtrommel und weiteres Schlagwerk oder Glockenspiele) sowie Blasinstrumente (allen voran die Fanfaren und Trompeten) dazu gekommen. Ein noch größerer Klangteppich entstand durch die Eingliederung von Posaune, Horn und Tuba bei den Blechbläsern sowie durch die Erweiterung um Klarinette und Saxophon bei den Holzbläsern. Bei jedem Umzug oder Schützenfest kann man heute diese Kombination erleben: Deutlich getrennt marschieren einerseits ‘Trommler und Pfeifer’ und andererseits die ‘Blasmusik’. Und abwechselnd spielen sie dann ihre Märsche. |